Wo die Buggy-Übungsfahrt in Side im Tagesablauf liegt
Niemand steigt ein und fährt sofort los in Richtung Waldwege. An der Basis läuft der Tag in fester Reihenfolge ab: Ankunft, Registrierung, Informationsbriefing, Sicherheitseinweisung, Erklärung des Fahrzeugs, Übungsfahrt, Beurteilung durch den Guide und erst danach die eigentliche Safari auf der 18 Kilometer langen Offroad-Strecke.
Wenn Sie zum ersten Mal lenken, wissen Sie also bereits, wie die Bedienelemente funktionieren, wie die Gruppe organisiert ist und wann angehalten wird. Bei der Übungsfahrt wird aus diesem Wissen Praxis. Sie spüren zum ersten Mal, wie der Automatik-Buggy auf Pedale und Lenkrad reagiert, und der Guide ist dabei in Ihrer Nähe.
Worauf der Guide achtet
Bewertet werden weder Tempo noch Fahrstil. Der Guide möchte sehen, dass jeder Fahrer zuhört, reagiert und die Kontrolle behält. Konkret zählen vor allem diese Punkte:
- Sie folgen Handzeichen und Anweisungen des Guides ohne Verzögerung.
- Sie geben gleichmäßig Gas und bremsen dosiert statt ruckartig.
- Sie halten den Buggy auch auf unebenem Boden dort, wo Sie ihn haben wollen.
- Sie halten auf Ansage an und lassen genug Abstand zum Vordermann.
- Sie bleiben gelassen, wenn das Fahrzeug holpert oder kurz rutscht.
Warum die Übungsfahrt für alle verpflichtend ist
Die Regel gilt ausnahmslos, ob jemand seit Jahrzehnten Auto fährt oder noch nie am Steuer saß. Erfahrung auf Asphalt verrät wenig darüber, wie man mit losem Untergrund, Staub und einer gelegentlichen Bachdurchfahrt zurechtkommt. Fair herausfinden lässt sich das nur, indem man jeden selbst fahren sieht.
Dazu kommt ein praktischer Grund. Die Haupttour wird vom Guide geführt und bewegt sich als Gruppe. Ein Fahrer, der nicht rechtzeitig bremst oder Zeichen übersieht, betrifft alle hinter ihm. Die Prüfung vorab gehört deshalb zur Organisation der Strecke und ist ausdrücklich keine Formsache.
Hat der Guide alle Fahrer gesehen, ist die Beurteilung abgeschlossen, und die Gruppe startet hinter ihm zur eigentlichen Safari. Der Helm bleibt ab jetzt bis zum Ende der Strecke auf. Weil die Übungsfahrt fester Teil des Programms ist, steckt sie bereits in den rund 4–4,5 Stunden von Tür zu Tür; zusätzliche Zeit müssen Sie dafür nicht einplanen. Wer am Nachmittag noch etwas vorhat, rechnet also einfach mit dieser Gesamtdauer.
Wenn der Guide sagt: noch nicht
Die Entscheidung des Guides ist endgültig und wird für die Gruppe ebenso getroffen wie für Sie. Werden Sie gebeten, auf den Beifahrersitz zu wechseln, erleben Sie trotzdem die komplette Strecke, nur lenkt jemand anderes, und berechnet wird der Beifahrerpreis. Fahrer zahlen 30 €, Beifahrer 15 €.
Dieselbe Möglichkeit haben Sie, wenn Sie selbst merken, dass Fahren nicht Ihr Ding ist. Nicht wenige stellen bei der Übung fest, dass sie Landschaft und Wasserspritzer lieber von der Beifahrerseite genießen, und niemandem ist deswegen der Tag verdorben. Ahnen Sie das schon vor der Buchung, hilft Ihnen unser Ratgeber zu Fahrer oder Beifahrer bei der Wahl.
Beifahrer während der Übungsfahrt
Beifahrer müssen nichts üben, weil sie die Bedienung nie übernehmen. Ob ein Beifahrer während der Übungsfahrt seines Fahrers im Buggy sitzt, entscheidet der Guide vor Ort am jeweiligen Tag. Folgen Sie dort bitte einfach den Anweisungen.
An den Einweisungen nehmen Beifahrer trotzdem teil. Sie hören dieselben Regeln zum Anhalten, zur Gruppenordnung und zu Notfallabläufen und tragen während der gesamten Safari einen Helm, genau wie der Fahrer.
So gelingt die Übungsfahrt leichter
Lernen müssen Sie vorher nichts, ein paar Kleinigkeiten helfen aber. Ziehen Sie geschlossene Schuhe oder Turnschuhe an, denn mit Flip-Flops lassen sich die Pedale schlecht bedienen. Kommen Sie nüchtern, denn wer unter Alkohol- oder Drogeneinfluss steht, darf gar nicht teilnehmen. Als Fahrer denken Sie an Ihren Ausweis als Altersnachweis.
Vor allem: Hören Sie bei den Einweisungen gut zu. Die Fahrzeugerklärung behandelt genau die Bedienelemente, die Sie gleich benutzen, und die Hinweise des Guides bei der Übung ergeben viel mehr Sinn, wenn Sie wenige Minuten vorher aufgepasst haben. Wer noch nie gefahren ist, findet auf unserer Seite zum Automatik-Buggy eine anfängerfreundliche Beschreibung von Pedalen und Lenkung.
Buchen mit Blick auf die Übungsfahrt
Bei der Reservierung geben Sie an, wie viele Fahrer und Beifahrer Sie sind. Buchen Sie alle ab 16, die fahren möchten, als Fahrer; klappt die Übung nicht wie gedacht, wechseln Sie am Tag auf den Beifahrersitz. Bezahlt wird am Ausflugstag, nicht online, und eine Absage bleibt gebührenfrei, solange noch 48 Stunden oder mehr bis zum Start bleiben. Fragen zu Ihrer Gruppe beantworten wir per WhatsApp unter +90 536 603 75 84.