Automatik-Buggy fahren: das Grundprinzip
Die Buggys unserer Safari haben Automatik. Damit fällt das meiste weg, wovor Anfänger Respekt haben: keine Kupplung, kein Schalthebel, kein Anfahren am Berg mit Gefühl im linken Fuß. Gas geben heißt losfahren, vom Gas gehen heißt langsamer werden, die Bremse bringt Sie zum Stehen, gelenkt wird mit dem Lenkrad. Wer schon einmal Gokart gefahren ist, findet sich schnell zurecht, wer ein Automatikauto kennt, erst recht.
Sie sitzen außerdem im Fahrzeug und nicht rittlings darauf wie auf einem motorradähnlichen Gefährt. Der Körper bleibt im Sitz, die Hände bleiben am Lenkrad, die Füße auf den Pedalen. Um und über den Sitzen verläuft ein Rohrrahmen, wie auf unseren Fotos zu sehen. Er gehört zur Bauweise des Buggys; wir erwähnen ihn, damit Sie wissen, wie das Einsteigen aussieht, nicht als Zusage über irgendetwas anderes.
Was die Fahrzeugerklärung umfasst
Bevor jemand fährt, geht das Team an der Basis das Fahrzeug selbst durch. Das geschieht in fester Reihenfolge nach dem Informationsbriefing und der Sicherheitseinweisung und direkt vor der Übungsfahrt. Jetzt ist der richtige Moment für jede Frage, auch wenn sie Ihnen banal erscheint.
Rechnen Sie mit den praktischen Punkten, die sich jeder Neuling stellt:
- wie Sie einsteigen und sich richtig in den Sitz setzen
- wo Hände und Füße hingehören
- wie die Bedienelemente beim Drücken und Loslassen reagieren
- wie Sie den Buggy anhalten, wenn der Guide das Zeichen gibt
- wie der Helm sitzen soll, der während der ganzen Safari aufbleibt
Wie sich das erste Mal auf Schotter anfühlt
Auf losem Untergrund zu fahren ist etwas anderes als auf Asphalt, und genau dieser Unterschied macht den Reiz aus. Die Strecke führt über Waldwege, Feldwege und unebenen Boden, durch Staub, kleine Bachdurchfahrten und Wasserstellen, und bei passenden Bedingungen auch durch Schlamm. Der Buggy arbeitet unter Ihnen: Er holpert, schaukelt und kann auf losem Boden leicht rutschen.
Anfänger umklammern oft das Lenkrad und treten ruckartig aufs Gas. Beides macht die Fahrt unruhiger. Ein lockerer Griff, sanfter Druck aufs Pedal und frühes, gleichmäßiges Bremsen sorgen für eine ruhigere, kontrolliertere Fahrt und sind genau das, was der Guide bei der Übung sehen möchte.
Fünf Gewohnheiten für eine gelungene erste Fahrt
Talent brauchen Sie dafür keines. Es sind die Dinge, an die erfahrene Guides Neulinge immer wieder erinnern, und sie wirken.
- Schauen Sie weit voraus auf die Piste, nicht direkt vor das Fahrzeug.
- Geben Sie Gas allmählich; abrupte Stöße wirbeln vor allem Staub auf.
- Bremsen Sie vor einer Bodenwelle oder Kurve, nicht mittendrin.
- Halten Sie genug Abstand zum Vordermann, damit Sie nie scharf bremsen müssen.
- Behalten Sie die Handzeichen des Guides im Blick und stoppen Sie, sobald er darum bittet.
Bei der Übungsfahrt macht es Klick
Lesen hilft nur bis zu einem gewissen Punkt. Jeder Fahrer absolviert vor der eigentlichen Strecke eine Pflicht-Übungsfahrt, und dort ergeben die Bedienelemente plötzlich Sinn. Der Guide beobachtet jeden Fahrer und entscheidet abschließend, wer die vollen 18 Kilometer selbst fährt.
Klappt es nicht, oder möchten Sie sich lieber fahren lassen, fahren Sie dieselbe Strecke als Beifahrer mit, zu 15 € statt 30 €. Das ist ein ganz normales Ergebnis und kein Scheitern, und niemandem wird dadurch der Tag verkürzt.
Fahren mit Beifahrer an Ihrer Seite
Viele Fahrer teilen den Buggy mit Partner, Freundin oder einem Teenager. Ein Beifahrer sitzt mit dem Fahrer im selben Fahrzeug, und das verändert Ihre Aufgabe ein wenig: Jede Bodenwelle, die Sie hart nehmen, spürt die Person neben Ihnen ebenso. Wer früh bremst und holprige Abschnitte behutsam fährt, hört vom Nachbarsitz meist deutlich weniger Beschwerden.
Beifahrer hören dieselben Einweisungen und tragen während der gesamten Strecke einen Helm, sie kennen die Halteregeln also genauso gut wie Sie. Ist Ihr Beifahrer nervös, verabreden Sie vor dem Start ein ruhiges Tempo und halten Sie sich daran, auch wenn der Staub fliegt. Die Wasserstellen können Sie trotzdem gemeinsam genießen, Sie bestimmen nur, wie beherzt Sie hindurchfahren.
Wer fahren darf und was Sie anziehen
Lenken darf, wer 16 geworden ist; das belegt ein Ausweis, den Sie bei der Registrierung vorzeigen. Ans Steuer kommen Sie ohne Führerschein, weil die ganze Runde eine private Offroad-Strecke ist und keine öffentliche Straße. Beifahrer fahren ab 6 Jahren mit.
Wählen Sie geschlossene Schuhe oder Turnschuhe, denn mit Flip-Flops lassen sich die Pedale schlecht bedienen und sie sind zum Fahren nicht geeignet. Alte, bequeme Kleidung in dunkleren Farben ist ratsam, weil der Staub sich überall absetzt. Einen Helm bekommen Sie vor Ort, er kostet nichts extra.